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Raum
3
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| Die ersten Strümpfe | |||||||
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vergrößerte
Abbildungen öffnen in neuem Fenster
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| Erste Zeugnisse gestrickter Strümpfe finden sich in Ägypten in koptischen Gräbern, allerdings gibt es keinen Verweis auf Stricknadeln, so dass die Vermutung nahe liegt, dass es sich bei den überlieferten ägyptischen Strümpfen um Importware handelt, die ursprünglich von den Phöniziern hergestellt wurde. |
Ägyptische Kindersocken
mit Zehenteilung für Sandalenriemen aus einem koptischen Grab,
4. Jh. n.Chr.
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Gestrickte Kindersocke,
4. Jh. n.Chr.
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| Strümpfe spielten in den alten Kulturländern des Mittelmeerraumes aufgrund des Klimas nur eine untergeordnete Rolle. Wie überliefert wird, trugen etwa bei den Römern nur alte und kränkliche Personen die so genannten Socci. Der Soccus der Römer war ein niedriger Schlupfschuh und konnte aus Leder, Wollenzeug, Leinwand oder Filz gearbeitet sein. |
In römischer Zeit
entstanden, vermutlich aus einfachen Bundschuhen, die ersten gestrickten
Socken, so genannte socci
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| Bei den im Norden lebenden Germanen waren gestrickte Strümpfe zu Beginn der christlichen Zeitrechnung noch unbekannt. Ihre Hosen oder Wadenbinden wurden mit Riemen, vom Knöchel aufwärts steigend, festgebunden. |
Germanische Kleidung zu
Beginn der christlichen Zeitrechnung
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| Funde von Schnallengarnituren, die in reich ausgestatteten alamannischen Gräbern aus dem 4. bis 7. Jahrhundert n.Chr. zur Befestigung von Wadenbinden gefunden wurden, belegen den Fortbestand von Wadenbinden als Beinbekleidung. Wie es scheint, blieben Bänder als Wickelgamaschen noch bis ins 9. Jahrhundert n.Chr. in Kombination mit Langhosen die hauptsächliche Form der Beinbekleidung. Selbst in der Beschreibung der Kleidung der fränkischen Könige sind ornamentierte Bänder als Beinbekleidung noch belegt. |
Germanische Kleidung des
3. und 4. Jh. n.Chr.
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Schnallengarnitur eines
reich ausgestatteten alamannischen Frauengrabes, 6. Jh. n.Chr.
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Darstellung des Frankenkönigs
Karl der Kahle (768-814)
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Gewickelte Langhosen in
der Tracht der Karolinger, 8. Jh. n.Chr.
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Vermutlich war auch der römische soccus bei den Germanen bekannt. Der Fund einer vom Ende des 2. oder Anfang des 3. Jahrhundert n.Chr. stammenden, vermutlich elbgermanischen Hose mit angenähter Socke aus dem Moor von Thorsberg bei Süderbrarup in Schleswig-Holstein oder eine etwa gleichartige "Fußhose" gleicher Zeitstellung aus Dahmensdorf werden als Beispiele dafür angeführt. Solche "Strumpfhosen" scheinen auch in Rom bekannt gewesen zu sein und werden auch bei den Franken im 9. Jahrhundert angenommen. |
Germanische Hose, vermutlich elbgermanischen Ursprungs mit angenähter Socke aus dem Moorfund bei Thorsberg, ca. Ende des 2. oder Anfang des 3. Jh. n.Chr. |
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Römischer Sklave
beim Überbringen einer Strumpfhose, Ende 3. bis Anfang 4. Jh. n.Chr.
Wandmalerei in einem römischen Kuppelgrab bei Silistra (Bulgarien)
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Darstellung eines fränkischen
Kaisers aus dem 9. Jahrhundert
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| Aus dem soccus, dem niedrigen Schlupfschuh der Römer, und den genähten Socken der Germanen entwickelte sich vermutlich seit dem 1. nachchristlichen Jahrhundert der genähte knielange Zeugstrumpf, der sich allgemein bei den Germanen verbreitete und bis ins 9. Jahrhundert n.Chr. zum Langstrumpf oder Beinling, vielleicht auch schon zur Strumpfhose wird, wie es Abbildungen der fränkischen Tracht vermuten lassen. |
Genähter germanischer
Strumpf, ca. 100 n.Chr.
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Fränkische Hoftrachten
des 9. und 10. Jahrhunderts
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