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Die Renaissance der Renaissance die Wiederentdeckung der Herrenstrumpfhosen zum Ende des Jahrtausends |
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Die Entwicklung der seit Ende der 1980er Jahre totgesagten Herrenstrumpfhose trägt in den letzten Jahren neue Züge: etwa die "Waist-sox" des österreichischen Strumpfherstellers Wolford. Direkt übersetzt eine Hüft- oder Taillen-Socke einfacher verständlich eine neuartige Strumpfhose für den Mann. |
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Die
Wolford Herren-(Fein)strumpfhose "Waist-sox", 1998
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Die Einführung der Wolford-Herrenstrumpfhose "als erste Strumpfhose für den Mann" war werbetaktisch zwar überzogen, hatte es doch schon bereits seit 1959 zahlreiche Herrenstrumpfhosen nahezu aller Strumpfhersteller gegeben und selbst Wolford hatte in den 1970er und 1980er Jahren bereits gerippte Herrenstrumpfhosen angeboten. |
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Herrenstrickstrumpfhose
der Firma Wolford, um 1980
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Herrenstrumpfhose, Helanca, Kunert 1959. Die ersten Herrenstrumpfhosen waren aus glattem Helanca-Material gewirkt oder gestrickt, ein Umstand der sicher Ende der 1950er Jahre mit dazu beitrug, dass die Einführung der Herrenstrumpfhose, als ein zu feiner und als weiblich angesehener Artikel, scheiterte. |
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Ein neuer Vorstoß ist es allerdings, Strumpfhosen für Männer erneut durch aufwändige Werbung und mithilfe spektakulärer Inszenierungen wieder zum Modethema und Gesprächsstoff zu machen. Sei es durch viel beachtete Werbung mit Fotografien von Helmut Newton und redaktionelle Besprechungen in angesehenen Zeitungen und Zeitschriften oder durch den Auftritt von Mathieu Carrière, der in der Harald Schmidt Show die "Hosen runterließ", um sich in einer "Wolford waist-sox" dem erstaunten Entertainer und dem Publikum zu präsentieren. |
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Fotografien
der Wolford "Waist-sox" von Hemut Newton, 1998
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Redaktionelle
Berichte über die Wolford "Waist-sox", unter anderem
in der "Neuen Revue", 1998
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Redaktionelle
Berichte über die Wolford "Waist-sox" in der "Evening
Standard" vom 27. April 1998 und der "Daily Mail"
vom 28. April 1998, das Thema Herren-Feinstrumpfhose hielt damit
auch Einzug in Amerika.
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Filmausschnitt aus der Harald Schmidt Show der Schauspieler Mathieu Carrière "lässt die Hosen runter" und präsentiert die neue Herrenstrumpfhose "Waist-sox", eine von Wolford geschickt inszenierte Werbemaßnahme. |
| Strumpfhosen für Männer waren zwar über mehrere Jahrhunderte die normale sichtbare Beinbekleidung des Mannes gewesen und seit den späten 1960er Jahren zunehmend allgemeiner werdende Unterbekleidung, neu ist allerdings der von Wolford und Palmers in Österreich unternommene Versuch, auch zunehmend feiner werdende Strumpfhosen "an den Mann zu bringen", obschon die ersten Herrenstrumpfhosen aus Helanca 1959 in der Garn- und Strickstärke etwa ähnlich waren. |
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Herrenstrumpfhose, Helanca, vermutlich Fa. Wetzel, Tittmoning, um 1969. Die ersten Helanca-Herrenstrumpfhosen waren aufgrund des ersten zur Verfügung stehenden hochelastischen Materials Helanca verhältnismäßig durchscheinend, allerhöchstens "blickdicht". |
Feinstrumpfhosen für Männer Witz der Mode oder die Zukunft der Herrenbeinbekleidung?