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Herrenstrumpfhosen zum Sport |
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Eine große Chance wurde bereits bei der Einführung von Herrenstrumpfhosen im Bereich der sportlichen Aktivitäten gesehen. Strumpfhosen waren in vielen Farben und Musterungen erhältlich. Strumpfhosen hatten eine bessere Passform als die aus Baumwolle - zunächst noch ohne synthetische Verstärkung angebotenen - langen Unterhosen, die zunehmend als unsportlich und "alte Männer-Unterhose" bezeichnet, und seit den 70er Jahren vor allem von der jüngeren Generation abgelehnt wurden. Herrenstrumpfhosen hingegen galten als "modern" und stigmatisierten nicht wie die langen Unterhosen, die einen damit bekleideten Mann allgemein der Lächerlichkeit preisgaben, wie es im Film oder in Abbildungen oftmals gezeigt wurde. "Die Herrenstrickstrumpfhose ist hier ein sehr wichtiger Artikel geworden, dessen Umsatz sich von Jahr zu Jahr verdoppelt. Sie wird mit Füßen oder mit Stegen und auch mit Lycra geliefert. Dieser beliebte Artikel für Sportler wird wegen seiner Pflegeleichtigkeit sehr geschätzt." (1977) Eine gute Absatzmöglichkeit boten Herrenstrumpfhosen, die für fast alle Wintersportarten - allen voran das Skifahren - geeignet sind. Strumpfhosen verhinderten die ansonsten durch Strümpfe und langer Unterhose verursachten Druckstellen in den Skistiefeln. |
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Sportkleidung zum Alpin-Skifahren, Ende 1970er Jahre |
Werbeanzeige des Strumpfherstellers Robert Kern für eine DSV-geprüfte |
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Werbeanzeige der Firma Ergee, offizieller Ausrüster des Austria-Skiteam, 1973 |
Werbeplakat der Firma Ergee, offizieller Ausstatter der österreichischen Olympia-Mannschaft, Lake Placid, 1980
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Spezielle Skistrumpfhosen wurden entwickelt, etwa mit eingestrickten Frotteefüßen. Neues von Ergee - die Erfahrung bringt es an den Tag. "Für extreme Temperaturen ist die Bekleidung mit Ergolan-Artikeln, "die mit dem Küken", sehr empfehlenswert. Expeditionen für den Himalaja und die deutsche Skilehrer-Nationalmannschaft lassen sich mit Ergee-Strümpfen, -Strumpfhosen und -Pullis aus Ergolan einkleiden. Der Kälteschutz ist sehr wirksam, die Aufnahme und Abgabe der Feuchtigkeit geradezu ideal und die Pflegeleichtigkeit unübertroffen. Der österreichische Hersteller Roylon vermerkt 1974: "Im sportlichen Genre werden weiters mollig warme Unterzieh-Strickstrumpfhosen aus Wolle/Dralon angeboten, für Damen und Herren (mit bedecktem Zipp-Verschluß). Diese erfreuen sich nicht nur bei Ski-Assen immer größerer Beliebtheit." Für das Eishockeyspiel wurden ebenfalls Strumpfhosen entwickelt, die im Beinteil die typischen Streifenmuster aufweisen. Sie waren besonders elastisch gestrickt, damit die darunter getragenen Schienbein- und Knieschützer getragen werden konnten. |
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Eishockey-Spieler mit speziellen Eishockey-Strümpfen |
Aufbau der Unterwäsche eines Eishockey-Spielers |
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Werbung für Stutzenhose für Eishockey-Spieler |
Werbung für Stutzenhose für Eishockey-Spieler |
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Für Eisschnell-Läufer und zum Eiskunstlauf setzten sich Strumpfhosen durch. Wie berichtet wurde, sollen die Silbermedaillen-Gewinner der Olympiade 1962, Hans-Jürgen Bäumler und Marika Kilius, mit Strumpfhosen des österreichischen Herstellers Sastri (Salzburger Strumpf Industrie) ausgerüstet gewesen sein. |
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Zeitungsausschnitt mit einem Bericht über den holländischen Eisschnellläufer Erik Hulzebosch, der unter seinem Eislaufanzug Strumpfhosen trägt
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Zum Skilanglauf wurden Ende der 1970er Jahre spezielle Skilanglauf-Strumpfhosen hergestellt, die sich ebenso ideal auch für andere Sport- und Freizeitaktivitäten erwiesen, zu denen Kniebundhosen getragen wurden.
"Aus Herzogenaurach kommt natürlich auch für diesen Winter wieder ein Langlauf-Komplett-Programm. Angefangen von den zum Anzug passenden Strümpfen, Strumpfhosen, Rollis, Rollons, Mützen, Stirnbändern, Handschuhen bis zur Schuhkollektion, den Langlaufstöcken und dem Ski." (1978) |
Adidas-Langlaufanzüge, 1978 Adidas-Langlauf-Komplettset. Zum Skilanglauf stellte Adidas 1978 auch speziellle Skilanglauf-Strickstrumpfhosen für Herren her |
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Etikett für Adidas Ski-Langlauf Strumpfhose für Herren, 1978 |
Adidas Ski-Langlauf Strumpfhose für Herren, 1978 |
Strumpfhosen eigneten sich besonders zu den beim Langlauf gern getragenen Bundhosen |
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Auch beim Wandern und zum Bergsteigen haben Strumpfhosen den großen Vorteil, nicht unter der Kniebundhose herunterrutschen zu können, wie dies etwa bei Knie- oder Kniebundstrümpfen vorkommt. "Ein zunehmendes Interesse registriert man für Sport- und Wanderstrümpfe und Strumpfhosen für Herren", vermerkt der Strumpfhersteller Rollmann & Rose, Wehretal im Februar 1974. Auch der Jagd- und Sportstrumpfspezialist Karcher & Lessle kündigte als Neuvorstellung 1973 an: "Als Besonderheit eine Herrenstrumpfhose, im Bein gemustert, die zur Bundhose getragen werden kann." (1973) |
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Werbung für Küffe Herrenstrumpfhosen für Sportler, Skiläufer und Jäger, in Ripp- und Strukturmusterung, um 1972 |
Herren-Bundhosenstrumpfhose der Firma Karl Eger, Weilheim, |
Die bis über das Knie gemusterten Strumpfhosen konnten ideal unter Kniebundhosen getragen werden und hatten die Optik von Kniebundstrümpfen |
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Dies war auch von Jagdbekleidungs-Herstellern Ende der 1960er Jahre erkannt worden. Erste Jägerstrumpfhosen wurden 1969 produziert und ihre Vorteile in Katalogen von Jagdausstattern herausgestrichen, "Eine Strumpfhose kann unter gar keinen Umständen unter der Bundhose hervorrutschen, daß ist ihr großer Vorteil", heißt es dazu im Kettner-Katalog von 1973/74. Spezielle Jägerstrumpfhosen wurden seitdem in zunehmendem Maße angeboten und wurden ein gut verkaufter Artikel, wie im Kettner Katalog 1975/76 ausdrücklich vermerkt wird. "Strumpfhosen haben in letzter Zeit enorm an Beliebtheit gewonnen. Ihre Vorteile: sie wärmen hervorragend und können unter keinen Umständen unter der Bundhose hervorrutschen." Meist waren die Jägerstrumpfhosen bis zum Knie gemustert, so dass die Strumpfhosen in der Optik nicht von Kniebundstrümpfen zu unterscheiden waren. Das von manchen als störende "Durchblitzen" einer darunter getragenen langen Unterhose und das zum Teil von ihr verursachte unbequeme Geknubbel gehörte damit der Vergangenheit an. |
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Herren-Jagdstrumpfhose |
Herren-Jagdstrumpfhose |
Herren-Jagdstrumpfhose |
Herren-Jagdstrumpfhose |
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Strumpfhosen boten auch für den Jäger eine ideale Alternative zu der ansonsten bei kalter Witterung getragenen speziellen Jagdunterwäsche, meist grünen langen Unterhosen und überknielangen Bundhosenstrümpfen |
Jagdunterwäsche |
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Zu zahlreichen Sportarten werden Strumpfhosen getragen, etwa zum Laufsport unter kurzen Sporthosen, wo diese bei Temperaturen unter 10° C empfohlen werden: "Bei kaltem Wetter empfehle ich Strumpfhosen statt langer Unterwäsche zu tragen. Sie halten besser warm und bieten den Beinen und der Gesäßmuskulatur mehr Spielraum." (1982) "Lange Hosen. Bei Kälte müssen Sie Ihre Beine schützen. Sie werden allerdings überrascht sein, wie lange es dauert, bis Sie tatsächlich lange Hosen anziehen müssen. Ich halte mich immer an Shorts, solange die Temperaturen nicht unter den Gefrierpunkt absinken. Klettert die Quecksilbersäule nur noch mühsam über den Nullpunkt, trage ich unter meinen Baumwollshorts schwarze Strumpfhosen. Auf diese Weise kann ich Wind und Kälte abhalten, und außerdem absorbiert die schwarze Farbe die Sonnenstrahlen." (1983) "Bei Temperaturen unter 10 Grad plus ist es ratsam, mit Strumpfhose zu laufen." (1986) |
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"Bei kühler Witterung sind Strumpfhosen aus Synthetik-Gewebe, die federleichten "Tights", die auch im Wettkampf getragen werden, optimal. Tights aus Lycra eignen sich auch zum Laufen bei 10° C, wenn es einem, insbesondere Untrainierten und Älteren, in kurzen Hosen zu kühl vorkommt. Allerdings sind die Tights nicht billig. Für Anfänger tun es auch Baumwollstrumpfhosen, die nur etwa ein Drittel kosten. (1988) |
Bei kalter Witterung eignen sich Strumpfhosen zum Warmhalten der Muskulatur, was bereits unter 10° C empfohlen wird. |
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Beim Winterfußball können seit den 1970er Jahren Strumpfhosen bei entsprechender Witterung zur vorgeschriebenen Vereins - Kleidung getragen werden "Im Winter ziehen die Spieler zunehmend Strumpfhosen aus Baumwolltrikot unter ihre Sporthosen und Strümpfe. Diese wärmen nicht nur, sondern beugen auch Schürfverletzungen bei Stürzen vor. Sie haben allerdings nur bei trockenem Wetter einen Sinn; denn bei Regen und nassem Spielfeld sind sie sehr rasch völlig durchnäßt und verlieren damit ihre günstigen Effekte." (1989) |
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"Trainingshose - Strumpfhose Fußballspieler müssen nicht selten auf Hartplätzen oder auf gefrorenen Rasenflächen antreten. In beiden Fällen sind dann die Beine besonders gefährdet. Auf dem Hartplatz bedeutet jede Bodenberührung sofort eine mehr oder weniger große Schürfwunde an Knie oder Oberschenkel. Auf solchen Plätzen kommt es bei Stürzen auch leicht zu Prellungen. Zudem stellt die ungewohnte Kälte für viele Spieler eine zusätzliche Unannehmlichkeit dar, die ihr Spiel beeinflussen kann. Der Spieler kann diesen Gefahren aus dem Wege gehen, indem er - wie es die Regel zuläßt - eine Trainingshose unter der eigentlichen kurzen farbigen Hose anzieht, bei hohen Kältegraden auch eine Strumpfhose, wie sie vor allem in der Gymnastik verwendet wird. Beide Hosen verringern die Gefahr von Hautverletzungen, beeinträchtigen allerdings auch etwas die Beweglichkeit des Spielers." (1983) |
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Auch bei anderen Sportarten kommen Strumpfhosen zum Einsatz wenn auch nicht sichtbar - etwa für Reiter, die entweder speziell geschnittene lange Reiterunterhosen tragen oder Reiterstrumpfhosen . Im Gegensatz zur langen Unterwäsche haben die rundgestrickten Strumpfhosen keine Nähte, was das von Reitern gefürchtete "Aufreiten", das Wundwerden, minimiert. |
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Prospekt für Herren- und Damenstrumpfhosen für Jagd, Reit- und Wintersport der Marke Ube, Blumenthaler Sportstrumpffabrik, 1970er Jahre |
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Auch beim Radsport werden aus gleichen Gründen oftmals nahtlos gefertigte Strumpfhosen bei entsprechender Witterung unter den gepolsterten Rad-Tricots getragen. Ungewöhnlich hingegen ist die Verwendung von Strumpfhosen zum Schwimmen, solche wurden aber in den 1970er Jahren der deutschen Nationalmannschaft zum Training "verordnet", um damit einen grösseren Widerstand beim Schwimmen zu erzielen - was zum schnelleren Muskelaufbau verhelfen sollte. |
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Während in den 1970er Jahren Woll -Strumpfhosen bei den Schwimmern der deutschen Nationalmannschaft zu einem größeren Wiederstand im Wasser und zum Muskelaufbau beim Training eingesetzt wurden, trugen die Goldmedaillengewinner bei der Olympiade 2002 hautenge Schwimmanzüge aus einem neuem, an der Oberfläche der Haifisch-Haut orientierten High-Tech-Material, welches zu einem geringeren Widerstand beim Schwimmen im Wasser verhalf. |
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