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3.
Zur Geschichte des Hand - Wirkstuhls
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1589
Erfindung des Handwirkstuhls durch William Lee aus Woodborough,
Nottingham/England. Darauf war die Herstellung flach gestrickter
Strümpfe mit 600 Maschen pro Minute und einer Feinheit
von 12 gauge möglich, das heißt auf 1 1/2 englische
Zoll (3,81 cm) kamen 12 Nadeln. Alle auf diesen Stühlen
erzeugten Waren stellten zunächst nur glatte, das heißt
ungemusterte Produkte dar.
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Nachbau
aus Holz des von William Lee erfundenen Handwirkstuhls, um 1760
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1609
Verbesserung des Leeschen Wirkstuhls, auf dem inzwischen
Seidenstrümpfe mit 1500 Maschen pro Minute und einer Feinheit
von 24 gauge gefertigt werden konnten.
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Auf
einem Leeschen Handwirkstuhl gewirkter Baumwollstrumpf,
19. Jh.
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Anfang
des 18. Jahrhunderts wurden nach Bekanntwerden der Handwirkstühle
in Frankreich und Deutschland die vormals aus Eisen konstruierten
Leeschen Wirkstühle in Württemberg und im Erzgebirge
aus Holz nach-, und zu so genannten Walzenstühlen umgebaut.
Der Mangel an Arbeitern, die mit der Bearbeitung von Metall
vertraut waren und der Mangel an diesem Material selbst führte
dazu, dass viele Teile des ehemals aus Metall gebauten Leeschen
Handwirkstuhls in Deutschland aus Holz hergestellt wurden. Hier
findet man erst um 1770 die Einführung des eisernen Strumpfwirkstuhls.
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Verbesserter
Handwirkstuhl nach System Lee, so genannter Walzenstuhl, 1830
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1740
Mit Hilfe der mit dem Strumpfwirkstuhl verbundenen Einrichtung
der Pressmaschine war die Herstellung farbiger Pressmuster möglich
geworden.
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1758
Der Zusatzapparat des Engländers Jedediah Strutt aus Derby
ermöglichte die Herstellung elastischer gerippter Strümpfe
auf dem Leeschen Handwirkstuhl, eine Rechts-Rechts-Ware.
Diese Rippenware, auch Ränderware oder in England "derby-ribs"
genannt, trat in scharfe Konkurrenz zu der bislang ausschließlich
als Handstrickstrümpfe herstellbaren gerippten Ware. Bis
dahin waren die von Hand gestrickten gerippten Strümpfe
gegenüber den handgewirkten glatten Strümpfen bevorzugt
worden, da sie eine größere Elastizität besaßen
und sich dicht an den Fuß anlegten.
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Gerippter
Strumpf, wie er auf dem von Jedediah Strutt verbesserten Handwirkstuhl
hergestellt werden konnte, um 1760
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1763
erhielt der Engländer Moris ein Patent (1781 ein Zusatzpatent)
auf eine Petinet-Maschine, mit der ornamentale durchbrochene
Muster in Zwickel oder Fußblätter der Strümpfe
automatisch eingewirkt werden konnten.
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Ornamentale,
durchbrochene Musterungen, so genannte Petinetmuster eines Seidenstrumpfes,
um 1760
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1776
Herstellungsmöglichkeit der so genannten plattierten Ware,
das heißt die Außenseite des Gestricks besteht aus
einem anderen Garn als die Innenseite, durch eine Erfindung
des Engländers William Brockey aus Nottingham. Er stellte
Strümpfe her, deren Innenseite aus Baumwolle, die Außenseite
aus Seide war.
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1785
Unabhängig von der Erfindung Jedediah Strutts wird in Chemnitz
durch den Strumpfwirker Linder ebenfalls eine Vorrichtung zur
Herstellung gerippter Strümpfe erfunden.
1862
erhielten Ronneberger und Roscher in Clausnitz/Sachsen ein Patent
auf einen Handwirkstuhl, der Zwei-und Zwei-Rechts-Rechts-Ware,
also breitere Rippen, herstellen konnte und der Patentränderstuhl
genannt wurde.
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Hand-Wirkstuhl
des französischen Erfinders Marcoux zur Erzeugung gerippter
Strümpfe, 1869
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