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4. Zur Geschichte des mechanischen Flachwirkstuhls |
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Im
Gegensatz zum Stricken, wo der Maschenbildungsvorgang nacheinander mit
einzeln beweglichen Zungennadeln erfolgt, entstehen beim Wirken die
Maschen einer Reihe mit Hilfe von Spitzennadeln und Platinen gleichzeitig.
(Schema zum Wirkvorgang).
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Wirkvorgang
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Den
Bau mechanischer Wirkstühle kann man bis in die zweite Hälfte
des 18. Jahrhunderts zurückverfolgen, der Handwirkstuhl diente
als Grundlage. Zunächst wurde dem Handwirkstuhl nur eine Triebwelle
gegeben, diese mit Hubscheiben oder Exzentern versehen und in das Untergestell
eingebaut. Der Antrieb erfolgte dann mittels einer Kurbelwelle von Hand
oder aber auch durch Übertragung einer Elementarkraft. Mit der
Verfügbarkeit von Wasser- und Dampfkraft zum Antrieb der Strumpfmaschinen
begann die fabrikmäßige Herstellung gewirkter, später
auch gestrickter Strümpfe.
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Dampfmaschinenanlage
des Strumpfherstellers LBO (Louis Bahner Oberlungwitz), der späteren
Firma ELBEO, um 1930
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Zunächst
konnten auf den mechanischen Wirkstühlen nur gleich breite Produkte
hergestellt werden, also gleichbleibende Stückware, aus welcher
dann die einzelnen Teile der Gebrauchsgegenstände herausgeschnitten
und zusammengenäht werden mussten. Derart hergestellte Strümpfe
waren zwar billiger aber in der Passform schlechter - so dass die auf
den Handwirkstühlen gefertigten, der Beinform entsprechend geminderten
Strümpfe als das bessere Produkt sich noch lange gegenüber
den maschinell produzierten behaupten konnten.
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Kleinbetriebe
und Heimarbeiter benutzten Handwirkstühle zur Herstellung von flachgewirkten
Strumpfwaren noch bis in die 1940er Jahre
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1769 englisches Patent von Samuel Wise auf einen flachen Drehkulierstuhl, in dessen Untergestell eine Triebwelle eingebaut war, die durch eine Elementarkraft in Bewegung zu setzen war. Das Mindern oder Ausdecken der Maschen musste auf dieser Maschine allerdings noch von Hand mit dem Handdecker erfolgen, falls man es nicht vorzog, ein Warenstück von stets gleicher Breite zu erzeugen. In dieser Einrichtung sehen wir den Vorläufer der etwa von der Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts hauptsächlich in Sachsen in mechanische, bzw. Drehwirkstühle umgestalteten Handwirkstühle. 1832 Egbert Egberts und Timothy Baley aus Albany im Staate New York erfanden einen Wirkstuhl, der durch ein Wasserrad betrieben werden konnte. Zunächst gelang es, die Maschine auf 32 Umdrehungen zu bringen, also 32 Maschenreihen in der Minute erzeugen zu lassen. |
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1834
entwickelte der Franzose J. A. Delarothière eine automatische
Mindereinrichtung für Wirkstühle, die 1836 zur gleichzeitigen
Herstellung von zwei Strümpfen verbessert werden konnte.
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Selbsttätiger
Minder-Apparat des französischen Erfinders J. A. Delarothière
für Hand- und mechanische Flachwirkstühle, 1834
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1837 erfand der Engländer Coltmann einen Drehwirkstuhl, der durch Dampfkraft betrieben werden konnte. Der mechanische Flachwirkstuhl konnte erst produktiv eingesetzt werden, nachdem es gelungen war, ihn mit einer mechanischen Mindereinrichtung zu versehen, so dass auf ihm, wie auf dem Handwirkstuhl, ebenfalls reguläre, das bedeutet der Beinform angepasste Strümpfe, hergestellt werden konnten. 1838 wurde von Luke Barton ein Wirkstuhl in Nottingham patentiert, der mit Wasser- oder Dampfkraft arbeitete, und eine automatische Mindervorrichtung und mehrere Arbeitsstellen nebeneinander hatte. Durch entsprechende Arbeitsteilung war eine vorteilhaftere Auswertung der Maschine angestrebt. Auf der Längenmaschine wurde zugleich die Ferse an das Längenteil gearbeitet und anschließend auf einer handbetriebenen Fußmaschine die Fußdecke an Strumpflänge, Sohle und Fersenteil gewirkt. Mit diesen mechanischen Mehrlängenstühlen, die besonders für geschlossenen Fabrikationsbetrieb geeignet waren, wollte man die damals brennende Frage der Fabrikationssteigerung lösen. 1839 erhielten Bauer und Jahn ein sächsisches Patent auf einen mechanisch betriebenen Flachwirkstuhl, der in einem Arbeitsgang bereits die Herstellung von 5 Strumpflängen gestattete. Dieser Maschinenwirkstuhl war für die industrielle Strumpfherstellung geeignet. |
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1839 stellte der Franzose Jules-Nicholas
Poivret einen Wirkstuhl her, der, von Hand betrieben, die Herstellung
zweier Strümpfe mit automatischer Minderung ermöglichte.
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Französischer
Flachwirkstuhl von Jules-Nicholas Poivret, 1839
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1856 kam mit dem Wirkstuhl des Franzosen
A. Simon eine mechanisch betriebene Maschine zur Herstellung geminderter
Strümpfe auf den Markt, die 1860 als inzwischen vierfonturiges
Modell
mit 4 Arbeitsköpfen oder Arbeitsstellen versehen
- zur gleichzeitigen Herstellung von vier Strümpfen - auf der Industrie-Ausstellung
in Troyes erstmals präsentiert wurde.
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Mechanischer
Wirkstuhl mit automatischer Mindereinrichtung des französischen
Herstellers A. Simon, 1856. Auf diesem einfonturigen Wirkstuhl war die
Herstellung jeweils nur einer Strumpflänge möglich.
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Vierfonturiger
mechanischer Wirkstuhl |
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| 1857 stellte sich Arthur Paget in Loughborough
die Aufgabe, für die damals um die Existenz ringenden Wirker und
Heimarbeiter einen selbsttätigen Wirkstuhl zu bauen, der seinen Besitzer
in den Stand setzte, den Konkurrenzkampf gegen die in England sich etablierende
Strumpfindustrie zu führen. Erste englische Strumpffabriken waren
1853 und 1854 gegründet worden.
Der Paget-Stuhl konnte, im Gegensatz zu dem umständlichen Antrieb der Handwirkstühle, die mit Händen und Füßen bedient werden mussten, mit Hilfe einer Kurbel betrieben werden. Auf der ersten Generation des Paget-Stuhls konnte, wie bei den Handwirkstühlen, jeweils nur ein Strumpf gefertigt werden, allerdings nun erheblich schneller. |
Älteste
Form des
Paget-Wirkstuhls |
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Verbesserungen
erfolgten 1858 und 1860. Die Stärke des Paget-Systems lag in der
Arbeitsteilung. So wurde bei der Strumpffabrikation für das Längenstück
eine andere Maschinenbreite wie für die Fersenteile oder für
das Vorfußteil bzw. die Spitze verwendet. Dadurch ließ sich
die Fabrikation regulär gewirkter Strümpfe wesentlich verbilligen.
Für die Strumpffabrikation war ein so genannter "Satz"
von Maschinen erforderlich, der aus drei Längen-, einer Fersen-
und einer Spitzen- bzw. Fußmaschine bestand.
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| Der mit Wasser- oder Dampfkraft angetriebene Paget-Stuhl löste den Leeschen Handkulierstuhl ab und gestattete durch Verbesserungen durch C. G. Mosig 1869 die gleichzeitige Herstellung von zwei, dann drei, später von vier gewirkten Strümpfen. Durch die Verwendung eines speziellen Fadenführers war es auf den Paget-Maschinen möglich, die Strümpfe automatisch zu mindern ohne den Wirkvorgang unterbrechen zu müssen. Obwohl sie effizient arbeiteten, waren sie kompliziert bei der Einrichtung und der Bedienung. Verbesserungen des Paget-Stuhls erfolgten durch französische und deutsche Fabrikanten, etwa der französischen Firma Poron Frères in Troyes oder der Chemnitzer Maschinenbaufirma Hilscher, welche das Patent erworben hatten. |
Sächsischer
dreifonturiger Wirkstuhl der Firma Hilscher, Chemnitz, nach System Paget.
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1868 verbesserte der Franzose Linard Hubert den Wirkstuhl von Paget. Er führte die "französische Minderung" ein - der Fußteil konnte nun automatisch mit hergestellt werden. Die Naht verlief auf der Mitte der Fußsohle, so dass sie sich der rückseitigen Längennaht des Strumpfes anschloss. Bis weit in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts findet man Feinstrümpfe, Cottonstrümpfe, die derart gemindert wurden. 1875 erhielt die Firma Brauer und Ludwig in Chemnitz Patente zur Erzeugung vielfarbiger Ringelmuster und einfacher Pressmuster auf dem Paget-Stuhl. |
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| 1875 erhielten die Fabrikanten Poron Frères in Troyes ein Patent auf einen Paget-Ränderstuhl zur Herstellung von gerippten Strümpfen mit so genannten Patenträndern und richteten den Paget-Stuhl auch für für Petinet-Muster (Durchbruchmuster) ein. |
einfonturiger
Paget-Wirkstuhl
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| Zahlreiche Verbesserungen erfuhr der Paget-Stuhl in den 1870er Jahren durch die Wirkmaschinenfabrik Gottfried Martin Hilscher in Chemnitz, die zunächst die ein- und zweifonturigen Paget-Maschinen ausbaute und sich auf den Bau von vierfonturigen Maschinen spezialisierte. Bis etwa 1915 wurden Flachwirkstühle nach dem System Paget produziert, dann wurden sie letztendlich von den produktiveren Cottonmaschinen abgelöst. |
Zweifonturige
Paget-Maschine der Firma Hilscher, Chemnitz, um 1870
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Vierfonturige
Paget-Maschine der Firma Hilscher, Chemnitz, um 1875
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| 1860 - 1864 William Cotton (England) konstruierte nach dem Grundprinzip des Leeschen Strumpfwirkstuhls die "Cottonmaschine" und erhielt auf seine Wirkmaschine mit senkrechter Nadelbarre und Kraftantrieb ein Patent. Im Gegensatz zu dem Wirkstuhl von Paget war die Erfindung der Cottonmaschine von weittragender Bedeutung für den Großbetrieb, da auf ihr gleichzeitig zunächst 8, dann 12, später bis zu 36 Strumpflängen selbsttätig mindernd hergestellt werden konnten und sie somit für die Massenproduktion außerordentlich geeignet war. Kurz nach der Patentierung erwarb der Chemnitzer Maschinenfabrikant Hermann Stärker die für den gesamten europäischen Kontinent geltenden Lizenzrechte. Um die Jahrhundertwende teilten sich fünf Maschinenfabriken in Chemnitz, Oberlungwitz und Hohenstein-Ernsttal 75% der Weltproduktion von Cottonmaschinen. |
William
Cotton (1817-1887), Erfinder der nach ihm benannten Wirkmaschine zur
industriellen Großproduktion von gewirkten Strümpfen, so
genannten Cottonstrümpfen
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1874 war die Herstellung von Farbmustern in Form von Ringelmustern und von Wirkmustern in Form von Pressmustern durch die Anwendung mehrerer Fadenführer bei der Cottonmaschine möglich geworden. 1876 konnten die zunächst auf Paget-Maschinen möglichen Durchbruchmuster, so genannte Petinet- oder Stechmaschinenmuster, auch auf Cottonmaschinen hergestellt werden. |
Cottonstrümpfe
mit Zwickelmuster, um 1880
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1878 ermöglichten farbige Aufplattiermuster eine weitere Ausgestaltungsform von Strümpfen auf der Cottonmaschine. 1880 war mit der Erfindung des Schottenapparates das Aufplattieren breiter Streifen auf die Strümpfe möglich geworden, die in Kombination mit farbigen Ringelmustern "Schotten-Muster" ergaben. |
Gemusterte
Cottonstrümpfe, um 1900
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| Mit dem Erlöschen der Patente von William Cotton 1888 wurden zahlreiche Maschinen nach dem System Cotton gebaut. Als wohl herausragendste Firma, die die Cottonmaschine fortan ständig verbesserte, galt die Firma G. Hilscher in Chemnitz. Sie hatte sich bereits vor Ablauf der Patente seit 1885 auf die Konstruktion von Cottonmaschinen spezialisiert und 1888 eine eigene sechsfonturige, äußerst leistungsfähige Cottonmaschine "System Hilscher" auf den Markt gebracht. Wenig später wurden achtfonturige und zwölffonturige Maschinen produziert, das heißt 12 Strumpflängen konnten gleichzeitig auf einer Maschine hergestellt werden. |
Achtfonturige
Cottonmaschine, System Hilscher, um 1890
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Zwölffonturige
Cottonmaschine, System Hilscher, um 1895
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1892 konnten auf der Cottonmaschine durch automatisches Abwerfen einzelner Maschen beim Wirkvorgang Laufmaschenmuster erzeugt werden. 1895 wurden mit der Erfindung des Langstreifenapparates neue Mustermöglichkeiten geschaffen. Langstreifenmuster konnten durch verbesserte Ringelapparate oder durch Nadelabzug erzielt werden. Sie wurden aber später meist mit Hilfe des Jacquardapparates in mehrfarbigem Jacquardeffekt in Längsrichtung ausgeführt. 1900 Jacquardeinrichtungen bei der Cottonmaschine führten Ende des 19. Jahrhunderts zur Einführung von mehrfarbigen Jacquardmustern. Einrichtungen in Verbindung mit dem Webstuhl-Jacquardapparat ermöglichten eine vielseitige Mustergestaltung bei den Cotton- und Pagetwirkmaschinen. |
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1912 gelang der Firma G. Hilscher Chemnitz die Herstellung einer Cottonmaschine zur Fertigung feinmaschiger rundgeschlossener glatter Strümpfe, was lange ein Problem war - allgemeine Verbreitung hat dieses Verfahren aber nicht gefunden. 1917 wurden von G. Hilscher Chemnitz Hochleistungs-Cottonmaschinen (Modell "Tandem") für Frauenstrumpflängen, Fußteile und Socken mit 24 Fonturen gebaut. 1922 wurde eine Einrichtung und ein Verfahren zum Einlegen eines Gummifadens in Ränderwirkware geschaffen. |
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| 1925 wurde von der Firma Firma Hilscher in Chemnitz die sogenannte Flach-Ränder-Maschine zur Herstellung gerippter Bänder für gerippte Strumpfwaren hergestellt. In jeder Reihe wechselt eine rechte Masche mit einer linken ab. Beide Warenseiten sind gleich. Derart hergestellte Waren haben eine große Querelastizität und lassen sich bis zu 100% dehnen. |
Flacher
mechanischer Ränderstuhl zur Herstellung gerippt-gemusterter Strümpfe
und Patentränder für Strümpfe, um 1925
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1927 wurde von der Société Générale de Bonneterie in Troyes eine Vorrichtung zur Herstellung gerippter Strümpfe auf Cottonmaschinen erfunden. 1938 war auf den Cottonmaschinen mit dem mechanischen Aufdecken von Platinenmaschen die Herstellung komplizierter und feiner Strukturmuster, so genannter Ananasmuster möglich geworden. |
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Die Cottonmaschine eignete sich vor allem zur Herstellung
feiner Damenstrümpfe. Wurden seit 1860 zunächst Baumwoll-
und Seidenstrümpfe
darauf produziert, stellte man nach Aufkommen der zur Strumpfherstellung
verwendbaren Kunstseide auch kunstseidene Strümpfe und später
Nylon- und Perlonstrümpfe her. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren
Maschinen in 45 gg, 48 gg, 51 gg, 60 gg und 66 gg erhältlich, als
feinstes Garn stand Nylon oder Perlon mit 15 Denier zur Verfügung.
1953
war die höchste Maschinenfeinheit der Cottonmaschine 75 gg, 1956
90 gg, die feinsten darauf produzierten Strümpfe hatten 12 Denier
Garnstärke, was bedeutete, dass 9000
Meter des dazu verwendeten Garns ein Gewicht von 12 Gramm hatten. |
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